Ständig auf Reisen

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Eigentlich bräuchte ich meinen Koffer gar nicht mehr auszupacken…Ich bin mehr oder weniger ständig unterwegs.

Köln - Prag - Köln - Luzern - Köln - Engelskirchen - Köln - Rom - Venedig - Genua - Varazze - Köln.

Die nächste kleine Reise ist nach Engelskirchen für die Reiki - Einweihung Reiki zweiter Grad, morgen und übermorgen. Bin sehr gespannt!

Die nächste große Reise beginnt am Montag nach Rom. Ich freue mich unsagbar, denn diesmal heisst es: Freunde und Verwandte besuchen! Urlaub. Ich werde keine Arbeit mitnehmen. Herrlich!
Das erinnert mich an mein früheres Leben, als ich als freie Theaterregisseurin durch die Lande reiste. Das Reisen hat was für und etwas wider sich. Einmal ist Bewegung - finde ich - immer gut und regt die Sinne und den Verstand an. Zum anderen kommt man nicht so richtig zur Ruhe und verliert für eine bestimmte Zeit seine gewohnten Alltagsrituale. Meine Katzen nehmen mir das zur Zeit übel. Als ich vorgestern aus der Schweiz zurückkam, hat der Kater aus Protest mit einem geradzu wütenden Ausdruck in den Augen  an die Wand gepinkelt! Das Kistchen (sein Klo) stand einen Meter daneben…

In der Schweiz gibt es jede Menge zu regeln. Ein Haus verkaufen und leer räumen, so viel wie möglich an Menschen verschenken, die gerne eine Erinnerung hätten, Unterschriften leisten, sich mit merkwürdigen Steuerthemen auseinandersetzen. Es ist in mancher Hinsicht gar nicht einfach eine Erbschaft anzutreten. Beim Aufräumen musste ich jedes Blatt zweimal umdrehen, um eventuell noch Rechnungen, wichtige Papiere, was auch immer zu entdecken. Am Dienstag habe ich endgültig meinen letzten Schlüssel abgegeben und werde das Haus nicht mehr betreten. Wieder ein Abschied. Immerhin habe ich hier die Hälfte meiner Jugend verbracht.

Was mich sehr berührt und nochmal erschüttert hat, war der Fund von losen Blätter an vielen Stellen in der Wohnung, lose Tagebuchseiten, auf denen meine verstorbene Mutter Gedanken notierte über sich und ihr Leben, dass sie Angst vor dem Leben hatte und eine große Sehnsucht danach, sich hinein zu stürzen -  und sich nicht getraut hat…Und wie sehr sie das bedauert…
Ich war wirklich traurig, als ich das später im Zug auf der Rückreise gelesen habe. Wie schade! Ich wünsche ihr im nächsten Leben viel, viel Mut!

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