Peer Gynt und Referenzen

Im Unterricht hat ein junger Schüler, mit dem ich für die Aufnahmeprüfung an die Schauspielschule arbeite, in den letzten beiden Stunden plötzlich verstanden, was Theaterspielen heißt: loslassen und auf der Bühne die Situation, in der sich die Figur, die er spielt befindet, so entschieden glauben, als wäre es Realität - und gleichzeitig im Hinterkopf wissen, dass es eine künstliche Realität ist. Das ist die schizoide Situation beim Spielen. Beides zu wissen und zu fühlen. Und dazu kommt noch, dass wir am Peer Gynt von Ibsen arbeiten. Peer versinkt allenthalben in Träume, wenn es ihm unerträglich wird, die Realität in seinem Leben auszuhalten. Und Peer vergisst sich so sehr in seinen Phantasiewelten, dass er sich einerseits sein Leben ruiniert, andererseits aber durch die Gabe der Inspiration eine zweite Wirklichkeit erschafft, in der er glücklich ist. Nur das Leben selbst, da macht er einen Bogen rum. Traum oder Wirklichkeit? Ein Thema, dass jeden phantasiebegabten Menschen beschäftigt. Und wie kann die Verbindung von beidem fruchtbar werden? Ein weites Feld…

Wichtige Neuigkeiten:

Einen Kommentar schreiben